vee's world

 

Eine Reise mit der indischen Eisenbahn.

Bereits beim Betreten der Gleise (egal an welchem Bahnhof man sich innerhalb Indiens befindet) wird einem sehr schnell klar, dass die naechsten Stunden durch einen unaufhaltsamen Austauch von Koerperausscheidungen bestimmt werden.

Sobald der erste Wagen in den Bahnhof einrollt, fuehlt man eine sich wie ein unfreiwilliger Gast inmitten einer tobenden Kampfarena. Allerdings weiss man als unshuldiger Tourist in diesem Moment noch nicht, dass man selbst Teil des Kampfes ist.  Ich stehe inmitten der brodelnden Menge und bereite mich bereits mental auf den Kampf um den begehrten Stauraum unter den Sitzen vor. 

Nachdem das Quietschen der Bremsen verklingt, ziehen die ersten Kaempfer los. An diesem Tag rennt mich ein junger Inder mich mit voller Wucht um. Ich habe Muehe damit mich durch den Balast meines Rucksacks auf den Beinen zu halten, und strauchle wie ein Betrunkener. Keiner hilft mir, aber das habe ich auch nicht anders erwartet. Die Passagiere, die aus dem  Zug aussteigen wollen, erwartet ein  Bodycheck nach dem anderen. Die Regel “Erst aussteigen , dann einsteigen.” scheint in Indien nicht zu existieren.

Zugaussen
Erstaunlicherweise gelingt es mir diesmal ohne grosse Muehe und ohne den Einsatz meines Ellbogens meinen Platz zu finden und mein Gepaeck unter meiner Sitzbank zu verstauen. Doch als ich das Fenter oeffnen will, wird mir klar, dass die Nacht auf dem LB (Lower Bed), wie ich es selbst gewaehlt habe, ein kaltes Unterfangen werden koennte. Die Fensterscheibe ist voellig herausgebrochen. Das Fenster laesst sich lediglich mit einer Art Rolladen verschliessen, was nicht wirklich heisst, dass man das Fenster geschlossen hat. Willlkommen in Indien.

An dem heutigen Tag reisen, wie zu erwarten fuenf Maenner, in meiner Sitzecke mit mir. Zwei davon sind Teil einer muslimischen Reisegruppe und demonstrieren mir in den naechsten Stunden, was es heisst ein glaeubiger Moslem zu sein. So bitten sie mich und die anderen Insassen in der gesamten Zugfahrt von insgesamt 23 Stunden in regelmaessigen Abstaenden kurz aufzustehen. Danach wird ein Bettlaken zwischen den Sitzreiehn ausgebreitet, auf dem sie kniend in Richtung Mekka beten. Am Ende der Fahrt kommt der einzige weise Moslem der Gruppe auf mich zu und reicht mir als Entschaedigung fuer die vielen Get-up-Stoerungen einen Apfel und einen Granatapfel.

Als ich den dicklichen Inder mit dem Turban frage, ob ich den mit ihm das Bett tauschen kann, willigt dieser sofort ein. Ich krabbel hinauf in mein Schlafgemach und mache es mir mit Hilfe meines Schlafsacks und meinen Survival-Utensilien wie iPod, Schlafmaske ( Ich schlafe tatsaechlich mit einer lilafarbenen Satinschlafmaske mit der Botschaft: “Weck mich. Ich will”. Ich hoffe zutiefst, dass keiner der hier Anwesenden deutsch versteht.) und dicken Wollsocken auf meiner hellblauen Pritsche gemuetlich.

Zug2
Mit meiner Schlafmusik auf den Ohren und einem halbwegs dunklen Zustand schlummere ich schon bald tief und fest. Ich erwache in der Nacht. Ausser das Rattern des Zuges ist es erstaunlicherweise ruhig. Das Bett neben ist mit dem schweren Koerper des aelteren Moslems ausgefuellt.  Aus seiner Richtung vernehme ich ein leichtes Schnarchen. Die Entscheidung, ob ich zur Toilette gehe, wird mir mit dem Blick hinunter abgenommen. Zwischen den Sitzreihen, die mittlerweile beide als Bett umfunktioniert wurden, liegt eine weitere Person auf dem Boden. Meine stinkenden Wanderschuhe muessen sich unmittelbar neben seinem Gesicht befinden. Ohne Schuhe kann man sich allerdings innerhalb des Zuges jedoch nicht fortbewegen. Es sei denn man moechte seine Fuesse in der Pisse und Scheisse des gesamten Zugabteils baden. Nach einigen wirren Gedanken falle ich erneut in einen unruhigen Schlaf.

Zugverkaeufer
Am nachsten Morgen werde ich durch das grelle Licht der Neonroehre neben meinem Gesicht geweckt. In den naechsten Stunden ziehen mehrere Bettler (meist junge Muetter mit einem oder mehreren Kindern) und diverse Essens- und Getraenkeverkaeufer durch die Reihen. Ich bleibe fast die komplette Zugfahrt auf meiner Pritsche und beobachte das Spektakel aus der Vogelperspektive. Ich schaue aus dem Fenster und freue mich immer mehr Menschen in Sommerbekleidung zu sehen. Mein Zug faehrt fuer mich heute in Richtung Sommer. Es gibt wenige Momente, wo ich wirklich Muehe habe meine Balance zu halten. Etwa als der dritte Junge auf Knien robbend mit seinen blanken Haenden den Muell  auf dem Boden zusammenscharrt (Der Muell wird natuerlich aus dem Fenster geschmissen.) und mich um Geld bittet, oder als der blinde Bettler von seinem Begleiter, einem etwa fuenfjaehrigen Kind dazu aufgefordert wird noch naeher zu mir zu treten, damit ich ihm noch mehr Geld zustecken kann.

In diesen Momenten sehne ich mich wirklich auf einen anderen Planeten, was so viel heisst wie in ein anderes Land. Denn in den indischen Zuegen scheint man sich fernab von der mir vertrauten Welt fortzubewegen.

Auch wenn es nach meiner Schilderung absurd klingen mag, aber ich mag das Zugfahren in Indien. Mit der noetigen Gelassenheit ueber Dinge  wie der starke Gestank und der kontinuierliche Geraeuschpegel hinweg zu sehen und der unabdinglichen Vorsicht vor moeglichen Dieben, kann man hier wirklich viel ueber die Menschen in diesem Land lernen. Schon Gandhi wusste nach seiner Rueckkehr von Suedafrika, dass eine Zugfahrt durch Indien in der dritten Klasse die einzige Moeglichkeit ist, um die Menschen in diesem Land kennen zu lernen.  Und wie zu erwarten ist der Transport mit der Bahn neben dem Bus die guenstigste Art des Reisens. Fuer eine Zugfahrt von Delhi nach Mumbai ( 1405 km) zahlt man gerade mal 414 Rupies (das sind umgerechnet 6 Euro.) Fuer diese Summe ueberhoert man ganz einfach die Chai-Schreihaelse und trainiert seine Geruchsnerven auf Durchzug. Und wem das alles ein Tick zu heftig ist, der hat immer noch die Moeglichkeit in eine bessere Klasse mit AC (Airconditioning) zu wechseln.

Das kleine Einmaleins fuers Zugfahren in Indien


Das ESSEN

Das Schoene beim Reisen in einem indischen Zug ist das Phaenomen Essen. Ich habe es bisher bei jeder Fahrt erlebt, dass die Menschen ihr Essen untereinander anbieten. Allerdings wenn ich recht ueberlege, wurde das Angebot bisher so gut wie nie vom Gegenueber angenommen. Handelt es sich tatsaechlich nur um ein rhetorisches Anbieten oder sind die Menschen hier wirklich zum Teilen ihres Proviants bereit ? Auch auf dieser Reise werden mir mehrere Bananen bzw. Chips- und Kekstueten unter die Nase gehalten, die ich anstandshalber ebenfalls ablehne. Im Gegenzug werden meine Angebote von den fuenf Herren mit einem leichten Kopfschuetteln beantwortet.

Zugteeverkaeuefer

Die CHAI-Schreihaelse
In der indischen Eisenbahn gibt es einen weiteren Zug. Der Zug der Teeverkaeufer.  Eine erste Einweisung des Zugs im Zugs laeuft ungefaehrt so ab. Man ist endlich eingeschlafen, als man durch die eindringliche Kermit der Frosch aehnliche Stimme des ersten Chai-Verkaeufers geweckt wird. Dies ist allerdings erst der Anfang der Chai-Schreikarawane. Kurz nach dem naechsten Wegdoesen schallt es “CHAI MASALA, CHAI MASALA” in der gleichen penetranten Art und Weise durch die Reihen. Die Gewissheit, dass der  naechste Chai- Schreihals nicht weit sein kann, laesst die Bereitschaft des eigenen Koerpers zum Schlafen unweigerlich sinken und stattdessen ganz sachte und voellig unerklaerlich ein leichtes Verlangen nach Chai in einem aufsteigen. 
Dabei sollte noch erwaehnt werden, dass der gleiche Teeverkauefer ungelogen gefuehlte 97mal in den naechsten vier Stunden mit der gleichen monotonen Ankuendigung seines CHAIS an mir vorrueberzieht. Ich moechte ihn fast schon fragen, ob sein Tee mittlerweile nicht schon kalt ist, da ich mir nicht vorstellen kann, dass er in den letzten Stunden so viel Tee verkauft hat, dass er den grossen Kanister nachfuellen musste.

Die Geraeusche und Gerueche

Die Tatsache, dass sich die unterschiedlichsten Menschen ueber 20 Stunden auf engstem Raum eine mobile Essens- und Schlafstation einrichten, erklaert hier einiges. Es stinkt kontinuierlich nach menschlichen Ausduenstungen von  Pfurz, strengem Schweiss, dem beissenden Geruch von  Pisse vermischt mit Scheisse und wenn man Pech hat nach Erbrochenem. Hier sei zu erwaehnen, dass das Klo in den Zuegen ein einfaches Loch darstellt. Man pinkelt somit direkt auf die Gleisen.

Zugtoilette

Gemischt werden die menschlichen Duefte durch das viel zu suesse Parfuem einiger Inder und durch die Essensreste der Mitfahrer. Diese sind natuerlich variabel. Dabei sei natuerlich zu erwaehnen, dass die Gerueche waehrend der Fahrt wechseln. Was den Geraeuschpegel betrifft, kann man hier wirklich grosses Glueck und auch Pech haben. Das Stimmengewirr der Menschen tagsbueber und das Schnarchorchester in den naechtlichen Stunden ist tatsaechlich ertragbar. Viel schlimmer ist das Geschreie eines Babys oder die furchtbare indische Musik, die aus einigen Handylautsprechern droehnt.  Nicht zu vergessen ist das kontinuierliche Rattern des Zuges, das auf dieser Fahrt ohne Fensterscheibe noch ein Tick lauter ist als normal.

Alles in allem sind Ohrsteopsel hier wirklich ein gutes Hilfinstrument.  Dabei sollteman allerdings nicht die Diebe vergessen, die die Zuege in Indien zu einen ihrer liebsten Einsatzzentren erklaert haben.  Entscheidet man sich fuer die Ohrenstoepsel, so heisst dies. Anketten des Gepaecks oder im Zweifel das Umfunktionieren dessen als Kopfkissen. Es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass ein leichtglaeubiger Tourist am naechsten Morgen aufgewacht ist um dann festzustellen, dass da kein Rucksack mehr unter seinem Sitz liegt.

Die Bettler und die Transenmafia
Wie zu erwarten gibt es in Indien keine Zugfahrt , auf der man nicht die Armut in Form von viel zu klein geratenen Kindern von ihren ausgemerkelten Muettern vor die Nase gehalten bekommt. In einem Zug wurde ich jedoch Zeuge einer noch eigenartigen Gruppe von bettelnden Maennern in Saris, dem indischen Nationaldress fuer Frauen. Mit einem aggressiven ‘Klatschen’ forderten die aufgetackelten Ladyboys die anderen Passanten dazu auf ihnen Geld zu geben. Die Jungs standen sichtlich unter Drogeneinfluss und schienen mir ehrlichgesagt gefaehrlicher als die bewaffneten Polizisten, die das Spektakel einfach so Gewaehren liessen. Selbst als eine der Transen den dicklichen Polizist in ihrem Drogenwahn anrempelte, blieb dieser voellig ruhig und machte ihr stattdessen noch Platz. Was mich jedoch noch viel mehr erstaunte,  war die Tatsache, dass die schwankenden Transen tatsaechlich von den meisten der Passagiere ein paar Scheine zugesteckt bekamen.  Nach einigem Nachfragen erklaerte man mir, dass die Menschen nicht etwa aus Mitleid Geld geben, sondern aus Angst, dass sie ansonten mit einem boesen Fluch der sonderbaren Geschoepfe bestraft werden. Daher suchen die Transen auch zu gerne Feierlichkeiten wie Hochzeiten und Taufen auf, um sich ein wenig Kleingeld dazu zu verdienen.

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My life in between the years....

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Eine Ode an die heilige Stadt.

Stell dir vor, du bewegst dich in einem Labyrinth voll kleiner Gassen. Du kannst auf beiden Seiten das Gemauer der Haueser beruehren. Auf deinem Weg begegnen dir die bizarrsten Wesen, die du je in deinem Leben gesehen hast, gefolgt von einer Herde Kuehe oder einer meckernden Babyziege. Die Gerueche, die aus den Teelaeden und kleinen Strassenrestaurants stroemen, vermischen sich mit dem Geruch von Pisse, Scheisse und toten Tieren. Teilweise draengen sich die Gerueche so tief in dein Gehirn, dass du manchmal kurz Stehenbleiben musst, um den beisenden Duft zu verarbeiten. Das ist Varanasi - einer der heiligsten Staedte Indians.

Varanasi hat etwas von einem Bienenstock. Die Stadt scheint niemals still zu stehen. Menschen und Tiere tummeln sich wie kleine Arbeiterbienen in jeder einzelnen Wabe der Stadt.  Selbst in den hintersten Zellen spuert man einen Atem hinter sich.
In Varanasi ist man niemals alleine und doch fuehlt man sich ein klein wenig wie auf einer  einsamen Insel. 

In einer abgelegenen Gasse in der Altstadt habe ich fuer einen Moment das Gefuehl einen Hauch von Stillstand und Ruhe zu verspueren. Doch mit dem naechsten Wimpernschlag vernehme ich auch schon eine eigenartige Musik hinter mir. Bevor ich realisiere, was um mich herum passiert, rauscht auch schon das Gesicht einer Toten direkt neben meinem Gesicht vorbei. Ihr Koerper ist in organgefarbenen Tuechern eingehuellt, ihr Gesicht ist enthuellt. Die Tote wird von vier Maennern auf einer einfachen Holzbarre zum Ufer des Ganges getragen. In wenigen Stunden wird ihr Koerper auf einen Scheiterhaufen gelegt, um am heiligsten Fluss dieser Welt fuer genau drei Stunden zu brennen. Die Koerperteile, die in diesen drei Stunden zu dick sind, um sich in Asche aufzuloesen, werden danach in den Fluss geworfen. Eine Ehre fuer jeden glaeubigen Hindu. Varanasi ist Indiens Stadt der Sterbenden. Kurz bevor die letzte Energie aus dem Koerper weicht, machen sich die Menschen auf den Weg, um hier zu sterben. Wer in der heiligen Stadt Varansi stirbt, hat gute Chancen im naechsten Leben mit Glueck und Reichtum belohnt zu werden.
 

Wenige Meter stromabwaerts nehmen die Bewohner der Stadt ihr taegliches Morgen- und Abendbad. Die Ueberbleibsel der Koerperteile, die tagsueber am Ufer vorbeiziehen, scheinen die Badegaeste nich zu stoeren. Routiniert setzten die Maenner ihre Turbane, zwirbeln ihren Moustache und lueften ihre Gewaender, um sich danach auf den Treppen einzuseifen. Von weitem sehe ich ein kleines Boot, das einen in Tuechern eingehuellten, laenglichen Gegenstand ueber Bord wirft. Ein Inder erklaert mir nachher, dass Frauen, die schwanger sind, oder aus anderen Gruenden nicht rein genug sind, laut Hinduglauben nicht verbrannt werden duerfen. Ohne es zu begreifen, wurde ich also Zeuge einer Beerdigung.

Auf den hinteren Stufen zum Wasser lassen sich einige Maenner von alten Barbern am Flussufer rasieren. Dahinter kneten Masseure die Beine ihrer ersten Kunden des Tages. Mit dem starrenden Blicken im Genick fuehle mich selbst wie eine Spannerin in einer grossen Badeanstalt. Hinter den badenden Maennern (Frauen duerfen selbstverstaendlich nicht in der Oeffentlichkeit baden.) kotzt eine Kuh auf die Promade direkt vor die Haende des kleinen Maedchens, das seine Postkarten fuer die herannahenden Touristen auf dem Steinboden platziert.

An diesem Morgen sind noch wenige Touristen unterwegs. Auf meinem Weg zum naechsten Ghat fragen mich ca. 50 Bootsfuehrer,: " Madame, boat?". Mit starren Blick nach vorne laufe ich ohne eine Regung einfach weiter. Ich ignoriere die Blicke. In dem Moment wo ich Indien betreten habe, habe ich mir selbst versprochen, die Blicke der Menschen nicht aufzunehmen. Und dennoch gelingt es einem Bettler, einem verlausten Kind, einer gebrechlichen Frau oder einem blutenden Hund mehrmals am Tage meine Aufmerksamkeit zu erhaschen. In diesen Momenten faellt es mir schwer meine innere Balance zu halten. Wenn sich dann noch unsere Blicke treffen, begreife ich wieder wie furchbar arm die Bewohner dieses Landes doch sind. Der Kummer in den Augen der Kinder macht mich traurig. Doch da sind sie wieder die Worte des indischen Buechverkauefers:  

" If you have money, you have to spent it so you don't worry about your money anymore. If you share your money with the poor people, you will feel freedom in yourself. This balance your mind and soul."

Er hat so recht. In den Momenten wo ich den Menschen ein paar meiner Muenzen gebe oder meine Kekse mit den Hunden der Stadt teile, verwandelt sich der Kummer in ihren Augen in pure Dankbarkeit. In genau diesen Momenten gewinne ich meine innere Balance zurueck und bemerke, dass sich auch mein Blick langsam veraendert. 

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15 Minuten meines taeglichen Delhi Wahnsinns!!!

Ich springe aus dem Wagen und laufe zum schmalen Tunnel, der sich fuer mich schon von weitem als Eingang zur Delhi Metro erklaert und vor dem mehrere Securityguides stehen. Mit dem Rucksack auf die Brust geschnallt passiere ich den klapprigen Metalldetektor. Wie zu erwarten piept es auch diesmal, wie bei allen anderen Metalldetektoren, die ich innerhalb der indischen Landesgrenze durchlaufen habe. Der Sicherheitsmann, der mir eher gefaehrlich als sicher erscheint, winkt mich zu der einzigen Frau in Uniform, die mich forsch auffordert meinen Rucksack zu oeffnen. Der Blick der Dame in meinen Rucksack ist allerdings weniger forsch, fast schon widerwillig lugt sie in die Taschen meines Rucksacks, dagegen scannt mich der Herr in Uniform neben ihr, um so genauer und fragt mich schliesslich. "Single?" Ich moechte nicht glauben, was mir in den Sinn kommt und hoffe, dass er mir mit dieser Auesserung lediglich Hilfestellung bei dem Tarif meines U-Bahntickets geben wollte. Doch bevor ich ueberhaupt antworten kann, fragt er mich auch schon "Single or husband?" Ich muss fast schon ein wenig ueber meinen naiven Versuch des Goodwills lachen, schnalle meinen Rucksack auf die Brust und ziehe von Dannen. Nach der Rechtskurve am Ende der Unterfuehrung, begreife ich, dass ich hier nicht den Eingang zur Metro sondern zum Bazar genommen habe.

Leider haben mich die ersten Shopverkaeufer schon erblickt, was im Klartext heisst, dass mich ein Konzert und Dank des Tunnels auch dessen Echo aus "Hello Madame" erwartet. Ich mache eine 180 Grad Drehung und gehe schnurrstracks an der Gruppe der kichernden Securityguides vorbei. Mit den Rufen der Rikschafahrer im Nacken frage ich den ersten Eisverkaeufer nach dem Weg zur Metrostation. Ich folge seinem Fingerzeig nach links und finde einen weiteren schmalen Eingang zu einer erfolgsversprechenden Unterfuehrung. Auch hier folgt das gleiche Procedere. Ich oeffne meinen Rucksack und lass den Blick der einzigen Wachfrau kurz ueber den Inhalt meines Gepaecks schweifen. Zehn Schritte weiter befinde ich mich an der gleichen Stelle, wo mich wenige Minuten zuvor die Bazar-Verkaeufer entdeckten. Diesmal gelingt es mir jedoch den Blicken dieser zu entschwinden bevor ihre Augenpaare mich erspaehen koennen. Der kleine Triumph laesst mich kurz mein eigentliches Ziel aus den Augen verlieren.

Wo verdammt nochmal ist der Eingang der Metrostation?

Gluecklicherweise erspaehe ich in diesem Moment das Zeichen der Delhi Metrostation und laufe ohne eines Zoegerns zur Rolltreppe. In der Metrostation erwarten mich zwei endlose Schlangen wartender Inder. Wie es sich gehoert, reihe ich mich in der rechten Schlange, genauergesagt hinter dem freundlich schauendem Inder ein und versuche grob abzuschaetzen wie lange ich wohl warten muss. Nach eingen Minuten dreht sich mein Vordermann um, und sagt nur "Ladies cue, not here." Jetzt erst faellt mir auf, dass die wenigen U-Bahnfahrerinnen an den beiden Warteschlangen vorbeiziehen. Da man auf den Strassen Indiens nur selten eine Frau erblickt (abgesehen von den Maerkten und den grossen Staedten), habe ich mich bereits an die Situation als einzige Frau unter Maennern gewoehnt. Ich folge zwei Inderinnen und freue mich ueber den naechsten piependen Metalldetektor. Nachdem ich meinen Rucksack erfolgreich durch den Gepäck Detektor transportiert habe, reihe ich mich in die naechste Schlange vor dem Ticketschalter ein. Diesmal natuerlich mit der Vergewisserung keinen leeren Frauenschalter uebersehen zu haben. Nachdem ich mit Ellbogeneinsatz zwei Vordraengler von der Schalteroeffnung und von meinem Hintern entfernt habe, (Witzigerweise erhalte ich auf meine forsche Aufforderung "Please move" immer die gleiche Antwort: "No problem" worauf ich mir jedesmal denke. "Of course not for me, but for you, dickhead.") bin ich letztendlich im Besitz einer blauen Plastikmuenze mit der ich Zugang zum eigentlichen U-Bahnbereich habe.

Auf der Plattform erwartet mich ein Theresienwiesn-Szenario deluxe, das mir aus den Peakzeiten des Oktoberfests bekannt ist. Mehrere Sicherheitsmaenner, die mit wilden Gestikulierungen und einem scharfen Anschlag ihrer Trillerpfeifen die Menschenstroeme im wahrsten Sinne des Wortes in die richtige Bahn lenken. Ich reihe mich auch hier brav in die wartende Menschentraube ein und fliesse quasi mit dem Strom in die naechste U-Bahn. Koerper dicht an Koerper gedraengt versuche ich einen guten Stehplatz zu erhaschen, waehrend ich mehrere "You sit here"- Angebote oder besser -Aufforderungen kopfschuettelnd ablehne. Als ich mich gerade etwas an den beissenden Schweissgeruch meines Vodermannes gewohent habe, schreit eine Stimme hinter mir " Where are you from?"In dem Moment verwandlet sich der U-Bahnabteil in ein brodelndes Studio einer Quizshow und die Maenner um mich herum (Ich kann ehrlich keine einzige Frau weit und breit erblicken.)beginnen nacheinander zu raten "Sweden", "America", "England" Ich entschliesse mich fuer die " I won't tell you" Antwort und darf mir danach von allen Seiten "Why so angry?" anhoeren.

Nach einer Station bin ich gluecklicherweise bereits am Ziel. Ich erkaempfe mir nach Luft schnappend den Weg zur Tuer und fuehle mich fast schon befreit als ich die Rolltreppe nach oben betrete. Doch zu frueh gefreut. Nach einer kurzen Orientierungspause haucht mir der untersetzte Inder mit dunklen Traenensaecken von der Seite ins Ohr "Bodymassage Madame?" Das sind 15 Minuten meines Delhis oder der ganz normale Wahnsinn einer travelnden Madame in der indischen Millionenmetropole.

P.S. Man beachte. Bei dieser Erzaehlung habe ich den kontinuierlichen Stressfaktor GLOTZEN voellig aussen vor gelassen. Dieser muss somit bei jeder geschilderten Situation von dem Leser selbst hinzugefuegt werden. Bei dem Glotzen handelt es sich um eine bunte Mischung aus " etwas zu lange Beobachten" bis zu einem obszoenen fast schon komatioesen STARREN mit erhoehtem Speichelfluss!

P.P.S. Ich habe ernsthaft Angst, dass ich nach Indien jedem Mann mit Unfreundlichkeit begegne. Bei jeder freundlichen Begegnung meinerseits, endete ein Gespraech bisher mit der Frage nach meiner Handynummer. (Es gibt hier jedoch zwei Ausnahmen. Der Manger des Tourist Information und der Fahrer von Simon.) Ab sofort bin ich MARRIED, habe FIVE CHILDREN, und bin lediglich auf nem SPIRITUAL TRIP durch ein Land, dessen CULTURE NOT MEN!!!!!!!!! ich toll finde.

Danke Simon fuer den Tipp. Vielleicht hilft es ja.

P.P.S. Karsten heute werde ich zum ersten Mal auf deine gute Laune Kette zurueckgreifen. Im Zweifel hab ich die von meinem vierten Kind geborgt. :-))) Danke hierfuer. Ich fuehl mich ganz hervorragend damit.

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My first unexpected kiss in India, holly shit!

I was just strolling around the Ghats of Varanasi, better known as Benares, waiting for my french friend Marie, i have met in Nepal to have dinner together. I was used to ignore the trouts and all kind of people offering you any kind of business from selling a Riksha over postcards up to any special kind of massage you can imagine So i did it as usual, ignored them and concentrated on the special pooja, which is going to be held every night at the riverside of the Ganges. Then out off a sudden a really nice and friendly looking Sadhu, with dread looks and the typical orange Sadhu dress, showed up and asked me, if i am interested in Meditation or Yoga lessons. As he really seemed not to be one these pushy kind of persons, where you can almost see all the dollar notes in their eyes when they look at you, l thought to myself, why not just having a nice chat with him. I was quite impressed about his good English and the moment he was telling me, that he already spent some time in Europe for teaching Yoga and meditation, i really started to believe: This Sadhu must be special. After Marie showed up, we decided to have a look on his yoga center, which was just five minutes walk from the Ghat were we have met him. We were following him through the most mysterious alleys i have ever stepped in.

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On our way to his house we had to climb over ten cows, which were sleeping on the floor, trying to hide themselves from the crowds of people of the busy riverside. It was starting to get that kind of adventure, where you are just moving without thinking what you are exactly doing.


When we arrived at his home we went into a little court yard inside of a dark group of houses, which looked quite spooky but fitting to this Sadhu, who seemed to be a wise but also mysterious person. When he showed us his room i was just thinking: THIS IS THE WORST MESS I HAVE EVER SEEN IN MY WHOLE ENTIRE LIFE. Onions, next to a staple of old newspapers, where covering the floor.Five orange suits were hanging on a line that was hanging across the one side of his room. Something that seemed to be a bed was totally covered with papers, leaflets, pens, books, boxes and too many other things to mention. In front of the bed was a mattress rolled up like a rollmop. On the left side of the door was a kind of partiton, which seemed to hide even the worst mess of this empire of chaos. This holly Sadhu was a holly messy, but at least he was not wasting a single moment of his life to focus on cleaning his home, or in other words. He was not caring about the OUTSIDE WORLD. The inside is all that counds, that's the holly way for a holly man. After having a nice conversation about his way of teaching Marie and i decided to give this adventure a go. We didn't realize that moment, that we had already hopped on a train full of Indian speed on it's spiritual limit.

The next morning Marie and i were curious to see the rooftop of the Sadhus place, which he promised to be a nice quite place perfectly for Yoga and meditation. But at the end of the steps, we just found a doggy roof with lots of dust, hundreds of flies and too many monkeys, who were playing around fighting for the left overs of food they found on the market. Therefore this was his heaven of tranquilty.

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Marie and I did a better job in meditation than our so called teacher, who was more into pealing his horny skin and yawning while we were meditating.After teaching us to sing some funny mantras and form a balanced ommmm,  we decided to have some lunch together. Or to be precise Baba G decided to take us to his favorite restaurant and get some lunch paid by his students. The moment our teacher ordered himself a Seven up and pimped it with some lemon, the picture of an excentric Sadhu drinking western sugar water was just too funny. We asked for a foto, but our Sadhu was not into a fotosession, as to use his words : This is just an illusion of reality. (Later we really got the point why he did not want any pictures of him.) To make this story complete. One day later he was telling me, that he is really into buying a video camera in order to make a movie about his "other work" with supporting poor streetkids.

The next day we had to go though our yoga lessons. But instead of teaching us assanas or doing breathing exercises, the next hour turned into a funny gymnastic class for pensioners, with a teacher, who had obviously a painful back and a broken knee, but kept on telling us:

I am strong as a bull!

I really started to think, that this all is part of a story for the Indian comedy channel and runs under the title. How Indians fool the stupid tourists! 

But Baba G was really good in making you believe, that he was really into the whole thing of teaching us how to live a happy life. The thing that made me worry the most was his way of talking about people in general. There was this mean priest, who was taking care of one of the Hindu temples close to his home, or this bastard of fruit seller, that sold him old oranges ( that he paid with Maries money.) or the people at his favorite teashop, that were also mean and not nice. I was really shocked how bad he spoke about the people around him and tried to figure out, where i could see the positive turn in his talking. I really started to wonder, if i am more balanced than this holly men with his doggy dreads and his colorful ten different amulets around his neck. This evening we met for another meditation . As there was was a power cut in whole Varanasi, we were sitting on the floor of his dark room and i started to freeze. Baba G started to rub warmth into my hands and after finishing he passed on with rubbing my back. This was the moment when i started to feel " This turns into a holly shit" inside myself! But the moment he stopped rubbing and asked me if i am feeling warm again, i felt bad of my own thinking, that a old men like him had any desires for a foreign young lady like me. He the one who told us, that we have to get rid off at our desires and cravings for illusions.

This story comes to a happy end, when Mister Holly Shit really took the chance of Maries way for the toilet to kiss me. That was it! I was totally out of balance and pushed him away. I could not believe that an old fragile hubby, who could be my grandfather, was honestly believing that i could be interested in him.

Finally the funny story of meeting a FAKE SADHU, who honestly believed that could attract young tourists, shows again the sad truth. Every person, who calls himself holly is one of the most miserable one. I don't wish anything bad for this old poor messy man, as i know that he is suffering the most from his own miserable behavior. Finally i am happy that i was the master of the situation at the final end and told him off. The funny thing was, that i have seen him one day after our last encounter watching the ghats from the steps. I was not calling him, but the moment i was standing behind his person, he suddenly turned, and there it was. The shot of my day!

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If anybody sees this man, just tell him. "Rock n' Roll. I am sorry for you, Mister Holly mess." (He will understand that he will never get the point of becoming happy)

My two leanings from this story:

1. Men are men. No matter if they are Italian Casanovas, Buddhist monks or Hindu Sadhus. @All the girls: If you believe that they are really nice for the reason of just being nice to you, you will get a nice surprise!

2. Trust yourself and no one else. You certainly don't have to have any master or guide for living a happy life, as long as you know yourself. There is nobody who can tell you which streets you have to go, cause there is nobody who knows you better than yourself.

 

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Faces of Varanasi.

This is another planet. Imagine walking down tiny little alleys full of cows and hundreds of bunches of cow shit and watching the bizzarest faces you have ever imagined, realizing at the same moment that the people behind these faces might feel the same about you while passing by.

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Second lecture of India: Feeling like an alien is normal...

My unexpected adventure goes on. After i have been dropped off at the station in Gorakhpur, i was asking the only two young Indians on the bus if they know when the next train is leaving for Varanasi. They were quite irritated, when i told them that i don't have any reservation so far. Without asking they offered me to help me with the ticket, as their train was leaving at 5 am to Mumbai the next day and so they were not in a hurry. The moment we entered the railway station, i suddenly realized why they had been irritated that i didn't booked my train ticket in advance.

Railway

I just felt i was not longer staying on the planet i have spent the last 27 years. There was not one single spot in the several halls of the railway station that was not covered by a sleeping person. I really felt out of space.


It was pretty hard to find a way to the counter without stepping on a hand or a feet of the hundreds of people. I didn't see one single tourist, which definitively would have made me worried, if i had been just by myself. The two guys were checking out the tickets and told me that there was no way to get a ticket in a sleeper wagon, which meant i would have to buy a ticket with no reservation and pay the ticket checker on the train to get a seat in a sleeper. This sounded really complicated to me and i really felt a big relief, when one of the two suggested me to take the same train early morning, which ment that i won't arrive in Varanasi at nighttime. My intuition was telling me that i was safe in the company of the two and i really was. The two were so kind and friendly to me and i started to feel really relaxed. 

The next following hours was pretty much getting to know two of the most helpful people I've ever met. Prado and Bhaskar went to the same school, they both grew up in Mumbai. Prado was becoming a seaman after finishing school and Bhaskar had his own Online design studio.

Jungs
Zug

During dinner and several chais we had during the next few hours we were talking about our culture, opportunities, duties, wishes and fears. It was amazing. Our lifes had been so different so far, but at the same time we had so much in common. To me the talk with the two, was the best introduction of India i have ever expected. Here are the three most important things i learnt from them.

1.Indians don't really feel like Indians. They call themselves someone from Kashmir, West Bengal or Arunachal Pradesh. If you are lucky they start to remember that they are all Iiving in one country. This is mainly caused by the politics. To use the words of my two Indian friends. Indian politics is just a pain in the ass. Every of the twenty-eight states has so many parties itself, that there is not a way to form any national ideals. Every political administrative is kind of fighting against the ones in the neighbor states.

2. Always book your train tickets in advance. In my case. Start to plan at least where you want to go the next day.

3. Ignore the staring people. Try to remember! You feel you are on a different planet and they think that you are from a different planet.

4. Don't forget to expect the unexpected while traveling through India.

5. Indians are not that kind of unpolite people, who try to cheat on you whenever possible. With Prado and Bhaskar i have met one of the most helpful and kind people on this journey.

@Bhaskar: I think you are right. If you can survive in Varanasi, you can survive everywhere. :-)) Thank you again for your unexpected help. I am really looking forward to see you in Mumbai. Keep on smiling!

 

 

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My first lecture of India: Expect the unexpected...

Hand

I knew travelling by myself through India was going to be a taugh one, but entetering in one of the most intense countries of this planet was one of the hardest lectures in expecting the unexpected. It all started with the  moment i stepped over the Indian border at Sonauli. Of corse Miss " I can handle everything" was just running into her first experience of getting fooled out of money. I was passing several tourist buses and some jeps with waiting foreigners, following that Indian guy who seemed to be really nice and offered me to bring me to the local direct bus to Varanasi.

After i paid 8 Euros for my ticket, which seemed quite a fair prize i was just getting a few crackers for my dinner. After i returned to the ticket office, i had to face a nice surprise, as the boy behind the counter asked me how much my big backpack was weighing. That was the moment i realized i had been fooled. He actually wanted 2 Euros for each kilogram of my luggage. That was just too much for me. I was calmly but directly telling him that i was really unhappy about him treating me like this and i insisted to get at least half of my money back. The moment i left the office i was really concerned about leaving this place as soon as possible. It has already turned dark and the place was full of armed soldiers and obviously not really nice people.I just walked to the nearest bus and decided to take it to go to
Gorakhpur from where i was supposed to get a night train to Varanasi.

I was quite exhausted from spending the whole day in the bus and i just started to doze when i feldt something on my left leg. When i opened my eyes i saw the hand of the INdian man sitting next to me just wandering piece by piece in my direction. He really seemed to be asleep, so i told myself, that this is nothing serious to worry about. I kindly pushed his hand away, surprisingly finding it moving back a few minutes later.

So i had to switch to plan B. I was putting my arm as a kind of borderline in between our two legs. Three minutes later i had to realize, that this was just another place for his hand to wander. I was just about to get my camera out of my backpack in order to make a photo for this story to tell on my blog, when out of a sudden he pulled his hand back and for the rest of this bus ride never touched me again.

I thought that is hilarious. Showing a camera is said to be a magnet for thieves and will cause some trouble in countries like India but in my case it was the relief of an uncomfortable situation.

If my camera manage to keep the touchy guys away i will make sure that everyone in whole India believes that i am a typical non stop clicking photo tourist.

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My trip is guided by angels.

From now on i will call this trip a journey guided by angels. What has been happening the last two months is just amazing. I was starting  to fell really sick, creeping totally adynamic through the streets of Kathmandu when i was accidentally running into Caroline, the closest friend of mine from my whole trip so far.

This was just so unreal, as both of us didn't know that we are in Kathmandu the same time. Fair enough,  the two of us were obviously both staying in Thamel, the district where most of the tourists are staying, but this is quite big, too.

The moment i saw Carolines curly head from the behind, i was first thinking that i am hallucinating. It is amazing, how a body is reacting, as soon as you don't try to defend the weakness and debility anymore. I totally collapsed and it took me two whole days to regain my strength in order to head off for India, one of the most challenging countries on this entire planet.

Travelling by myself it had been the only thing i was really worried about. To get sick on my travel with being just by myself. And the moment when it seemed that i am loosing even the last bits of my energy i found that person i relied on the most during my stay here. This was just a miracle, but the story goes on...and it's getting more intense.

@Caroline: I am so thankful, that you were there for me. You are my angel still. Thank you so much for everything, i am sure that your kindness and care made me healthy again.
We'll stay in contact and yes, Oman will be ramro cha! Kisses to the Provence!

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Das Fashion Vitctim in der "Stadt der Frommen".

Vor einigen Tagen machte ich mit Carolin, dem anderen Volunteer der Klosterschule, einen Ausflug nach Bhaktapur, eine der drei heiligen Staedte in Kathmandu Valley.

Busdach
Auf diese Weise kam ich zum ersten Mal in den Genuss auf dem Dach eines lokalen Buses mitzufahren. Ja, ich liebe es, auch wenn ich ehrlich sagen muss, dass diese Fahrt keineswegs ungefaherlich ist. Duckt man sich (Man darf nicht vergessen, dass die angrenzenden Baeume auch ueber Aeste verfuegen.) nicht im richtigen Moment, kann dass ein unsanfter Abgang vom Dach oder eine kleine bis groessere Gehirnerschuetterung  bedeuten. Doch die luftige Fahrt mit Blick auf die groessten Berge dieser Welt und einem leicht erhoehten Adrenalinpegel wird mir mit Sicherheit noch langezeit im Gedaechtnis bleiben. Bei unserer Ankunft werden wir von einem friedlichen Bild eines spielenden Kindes an einem heiligen Baum, der gleichzeitig als Tempel dient, begruesst. Im Hintergrund trohnen die schneebedeckten Bergspitzen und mir rauscht ein Schauer voll Freude ueber meinen Koerper.
Kleinerjungempel

Auf dem Weg zum Königsplatz Lasku Dhwakha (Durbar Square), der Platz vor dem Palast der Malla-Herrscher, passieren wir einige alte Frauen, die den Reis mit einem Rechnen auf einer flachen Eben verteilen, damit er in der Sonne trocknen kann.

Reistrocknen

Die Stadt, deren Name in Sanskrit "Der Ort der Frommen" heisst, gleicht einem offenen Museum. Dadurch, dass die Innenstadt fuer Autos gesperrt ist, wirkt sie im Gegensatz zum voellig ueberladenen Kathmandu fast schon wie eine kleine Oase voller Ruhe und Frieden.

Durbarsquare
Glocke2
Squarespaeter

Die Tempelanlagen der Stadt Bhaktapur umfassen über 170 Einzeltempel.

Tempel2
So wirken die groesseren Plaetze fast schon ein wenig ueberladen auf mich. Jeder noch so kleine Baut, jedes Gewinde einer noch so unscheinbaren Glocke entpuppt sich bei genauer Betrachtung als beeindruckendes Kunstwerk.
Glocke
Die Praezession mit der die Kuenstler hier gearbeitet haben ist einfach nur faszinierend. Spaeter erfahre ich, dass die Stadt Bhaktapur auf einer alten Handelsroute nach Tibet lag, was den unglaublichen Reichtum der Handwerkskunst erklaert.
Tempel
Der Nyatapola Tempel, der höchste Tempel des Kathmandutals, ist der Gottheit Lakshmi, der Hindugoettin fuer Glück und der Schönheit, geweiht. Der 30 Meter hohe fünfstöckige Tempel überstand aufgrund seiner Bauweise das große Erdbebens von 1934. Ja, das Erdbeben. Wer haette gedacht, dass vom Erdbeben zerstoerten Tempelanlagen mit deutscher Hilfe wieder aufgebaut wurden. Bei einem offiziellen Besuch 1969 hatte der saarländische Ministerpräsidenten dem König Birenda ( 1972–2001) zur Hochzeit 1 Mio. DM als Restaurationshilfe geschenkt. In den 70er Jahren wurden die Restaurationsarbeiten in enger Zusammenarbeit mit der deutschen GTZ durchgefuehrt. Ein eigenartiges Gefuehl, wenn man vor einem Tempel steht und eine Ehrung fuer den ehemaligen Bundeskanzler aus dem eigenen Land liest, die fuer den Wiederaufbau dieses Gebaeudes aufgekommen haben. Die Bilder der Strassen und Plaetze Bhaktapurs bieten nicht nur ein architektonisches Wunderwerk, so sind es doch die Menschen, die das eigentliche Kunstwerk der Stadt ausmachen. Selbst ich, die keine Ahnung von Fotographie hat, fuehle mich an diesem Tag wie die Koenigin der Bilder.

Auf den Strassen verfolgen uns an diesem Tag tiefe Blicke der alten Stadtbewohner. Ja, es scheint fast als wuerde die gesamte aeltere Bevoelkerung Bhaktapurs, den ganzen Tag rauchend,Teetrinkend als stille Beobachter am Strassenrand sitzen.

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Mit einer erstaunlichen Ruhe und fast schon heiligen Andacht sitzen die alten Maenner meist stumm in Gruppen zusammen und lassen das Stadtleben an sich vorbeitreiben. Hier und da entdeckt man eine alte Frau, die sich im Schatten eines Hindu-Schreins kurz ausruht, um danach wieder an ihren Gemuesestand zu treten.

Fraugemuese

Eine Alte gesellt sich zu einer Gruppe alter Maennern, doch haelt auch sie stets eine gewisse Distanz.

Alte_menschen
In den kleineren Restaurants versammelt sich die juengere Generation der Maenner. Sie trinken Tee, spielen Schach oder schauen TV.
Teeshopfernsehen
Die Frauen sind meist damit beschaeftigt Gemuese oder Fruechte zu verkaufen, oder sitzen backend und kochend in kleinen Strassenrestaurants.
Essen

 

Shops
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Eine Rollenverteilung, die mir nach den letzten Wochen bereits bekannt ist und ich gelernt habe als Kultur anzunehmen. Auch wenn ich immer noch in manchen Situation eine gewisse Form des Grolls in mir verspuere. So sind es mal wieder die Frauen, die in den Laeden sitzen und auf Kundschaft warten, waehrend sich die Maenner von den Sonnenstrahlen fuer das Nichtstun belohnen.


In einem Tempel entdecke ich einen alten, langbaertigen Brahmanen, der mir ganz dreist die Hand hinhaelt als ich ein Foto von ihm mache. Erst jetzt faellt mir wieder ein, dass ich mich hier auf einer religioesen Staette bewege und den Alten womoeglich bei seinem Gebet gestoert habe.

Altermannimtempgel
Auch wenn ich im Grunde weiss, dass sich der Alte nicht wirklich gestoert fuehlte,  sondern lediglich die Chance sah etwas Geld von einem dreisten Touri zu bekommen, schaehme ich mich ueber meine eigene Ignoranz, meine Fotomotive als selbstverstaendlich fuer mich positioniert zu sehen.

Auf meinem Weg durch die Gassen, entdecke ich ein weiteres perfektes Motiv von einem verlassenem Fahrrad eines Obstverkauefers.

Fahrrad
Gerade als ich das Foto mache begegnet mir das erste Fashion Vicitims meiner Reise. Genauergesagt einem jungen Nepali, der mindestens fuenf Nummern zu grosse Schuhe traegt. Frech frage ich ihn, ob er denn wirklich so grosse Fuesse hat. Gluecklicherweise nimmt er mir diese Frage nicht uebel, sondern erklaert mir ganz stolz, dass das hier absolut trendy ist.
Fashionvictim
Ich versuche mir kurz vorzustellen, was passieren wuerde, wenn dieser der Trend auch in Europa Einzug haelt, doch verwerfe diese Vorstellung gleich wieder, als ich den Modefreak in seinem ungalanten Gang von Dannen stolpern sehe.

Wie wuerde ich Bhaktapur in wenigen Saetzen beschreiben? Die Stadt ist eine Mischung einer perfekten Tourismus-Machinerie, die sich im Glanz einer alten Koenigs-Dynastie sonnt.

Altermannziege

Und auch, wenn ich an diesem Tag mehr Touristen, als in den letzten drei Wochen zusammen, gesehen habe, scheint es mir, dass sich die Menschen Bhaktapurs immer noch zu Hause fuehlen. Diese Stadt nutzt den Tourismus als eine Art „sich gegenseitig fördern“. So kann man einen perfekten Latte Macchiato (sogar im Glas!!!) geniessen, findet aber nur wenige Schritte davon entfernt das urspruengliche nepalesische Leben.

Hier sitzen sie die alten Frauen, die tatsaechlich einfach nur ausruhen neben den juengeren Frauen, die ihre Waesche im Brunnen waschen oder Kinder, die mit der Ziege vor dem kleinen Heilgenschrein spielen.

Altefrau
Maedchenhinterhof

Ich liebe diese Synergie und ich liebe auch die Kinder, die auf den Elefantenstatuen, wie kleine Prinzen und Prinzessinnen, ueber ihre Stadt trohnen und den Touris froehlich zuwinken.

Elefantenkinder
Jungeelephanthinten

Keine Ahnung, was in den Koepfen der Kleinen abgeht. Wahrscheinlich machen sie sich gar nicht so viele Gedanken, sondern suchen sich einfach nur die besten Plaetze zum Spielen. Ob mit Touris oder ohne! Die Stadt der Frommen laesst mich zwar nicht fromm werden, aber sie schafft es immerhin ein froehliches Gefuehl in mir zu erwecken.

Ob dies an den tollen Fotomotiven, dem leckeren Latte Macchiato oder den Sonnenstrahlen liegt? Hauptsache es fuehlt sich gut an! Kurz bevor ich die Stadt verlasse, blicke ich noch mal in die blauen Augen einer wunderschoenen Frau, die mich aus ihrem Fenster schon von weitem beobachtet hat. So klar wie ihr Blick so klar ist auch meine Meinung von dieser Stadt. Sie macht gluecklich!

Frauklarerblick
Leoflying

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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